Bohren & der Club of Gore (D)
Samstag, 2. Juli, 22:15 Uhr, Gebläsehalle
Mehr als zwei Jahre sind vergangen, seit uns das Grauen von „Dolores“ den Rücken hochgekrochen ist. Nun folgt „Beileid“, auf dem erstmals Gesang zu hören ist. Und zwar von niemand geringerem als Mike Patton (Faith No More, Fantomas, etc.), der seit Jahren großer Bohren-Fan ist.
Mülheim an der Ruhr bei Nacht. Die Vertonung urbaner Einsamkeit und nächtlicher Finsternis: Bohren & Der Club Of Gore. Musik aus dem Dunkeln. Dort wo rubinrote Samtvorhänge den Blick verhängen und nur der Rauch sich seinen Weg suchen kann. In Bewegung gesetzt durch ein gespenstisch tropfendes Fender Rhodes und das Rühren eines Besens auf der Snare-Drum. Seit Jahren werden sie als der perfekte Soundtrack zum nächsten David Lynch Film gehandelt. Doch selbst dem wäre die bedrückende Schwermut der vier Mülheimer zu viel.
Hier geht es um Heavyness. Um Metal und Doom - ohne beides zu sein. Nenn es Horrorjazz, Slow-Motion-Core, Doom Listening, morbide Barmusik. Bohren & Der Club Of Gore schaffen erneut den todernst gemeinten Spagat zwischen Slayer und Sade. Es gibt keine Band wie diese. Und es gibt nur diese eine Möglichkeit, die Fürsten der Finsternis in ihrer Heimat, dem Ruhrgebiet, zu erleben, zu fühlen und sich von ihrer Langsamkeit überwältigen zu lassen.
Thorsten Benning – Schlagzeug
Christoph Clöser – Saxofon
Morten Gass – Fender Rhodes
Robin Rodenberg – Bass

