Cross the border – close the gap!
Das ehemalige Hüttenwerk in Duisburg-Meiderich war ein Moloch aus Dampf, Lärm, Hektik und Feuer. Eine gewaltige, moderne Stätte der Energie, deren Kraft sich in rotglühenden Abstichen des Roheisens entlud. Der einst gigantische Schmelztiegel ist ein einzigartiger Ort, wie geschaffen für ein Festival, das verschiedene Elemente und Klänge zeitgenössischer Musik befeuert, verschmilzt und verdichtet.
Traumzeit ist eine Entdeckungsreise in eine Welt aus Klängen, Songs und Experimenten. Und all das vor der bizarren Kulisse aus Stahlkonstruktionen, Kesseln, Rohrleitungen und Schornsteinen, die bei Dunkelheit durch die spektakulären Lichtinszenierungen des englischen Künstlers Jonathan Park geradezu futuristisch erscheint.
Musik für Augen und Ohren. Das Festival erfüllt die mehr als 200 Hektar große Industrielandschaft mit Sound, Licht und Videoprojektionen. Die neuen alten Produktionsstätten heißen: Kraftzentrale, Gießhalle, Gebläsehalle, Pumpenhalle und Gasometer-Bühne. An all diesen Orten pulsiert Musik, Energie und Leben. Eine neue Form der Produktion wird in Duisburg-Meiderich aufgenommen.
Wandel und Grenzüberschreitungen sowie genreübergreifendes Zusammenführen von Musik und Künstlern sind die zentralen Paradigmen des Traumzeit Festivals. Es gibt keine vergleichbare Veranstaltung in der europäischen Festivallandschaft. Traumzeit macht Vielfalt und Stilpluralismus ganz bewusst zum Programm. Unerwartete Projekte und außergewöhnliche Kooperationen von Künstlern werden befördert. Jazz, Pop, Weltmusik, Rock, Elektronik, Neue Musik oder Klassik stehen nicht nur gleichberechtigt nebeneinander, sondern gehen ein spannendes Miteinander ein. Die Schubladen der Stile werden durcheinandergewirbelt. Die postmoderne Maxime lautet: Anything goes!
Mit Beliebigkeit hat das nichts zu tun, denn die Idee von prinzipieller Offenheit der Kunst steht im Vordergrund. Musiker, DJs oder Lichtkünstler der Traumzeit 2011 spiegeln dieses Konzept wider. Sie alle eint die Neugierde auf das Andere, der Mut zum Experiment und zur Fusion von verschiedenen musikalischen Entwürfen. So ist das Traumzeit Festival auch in diesem Jahr wieder offen für jeden, dem die Leidenschaft für Musik von Bedeutung ist. Der Puls des Hüttenwerks schlägt im Takt der Zeit. Dieser Ort von ehemals höchster technischer Innovation war schon lange nicht mehr so modern wie jetzt.
Die Produktion zeitgenössischer Musik wird unterstützt von
RWE, Sparkasse Duisburg, WDR und der Stadt Duisburg

